Jahresthema 2026: Aufrüstung

Als journalistisches Kollektiv sehen wir unsere Aufgabe darin, gesellschaftliche Entwicklungen zu verfolgen und kritisch zu begleiten. Jedes Jahr recherchieren wir deshalb zu einem Thema, das uns besonders bewegt. Im Jahr 2026: Aufrüstung. Darum soll es gehen:

Es ist ein Wandel, der die ganze Gesellschaft erfasst: Vor wenigen Jahren hielten sich Investoren in Deutschland noch zurück, in die Entwicklung von Drohnen und Kampfjets zu investieren, über Rüstung sprach man besser nicht, wenige, große Unternehmen bestimmten das Geschäft. Aber seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat sich die Stimmung gedreht. Rüstungsindustrie, Defense Tech, Konferenzen zur Sicherheits- und Abwehrfähigkeit des Landes - sie alle erleben einen rasanten Zulauf, von unterschiedlichen Interessent:innen: Vom Verteidigungsministerium über US-Investoren wie Peter Thiel, bis hin zu jungen Entwickler:innen und Gründer:innen.

Denn die Zukunft des Krieges wird vermutlich weniger von klassischen Panzern entschieden, als von Drohnen, Sensoren und Software. Um die “neue” Rüstung ist deshalb ein regelrechter Hype entstanden: Investoren stecken Milliardensummen in neu gegründete Start-Ups, Aktienkurse ziehen an und junge Unternehmen suchen verzweifelt nach Personal, während der Rest der Wirtschaft stagniert. In der Rüstungsindustrie herrscht Goldgräberstimmung, doch mit welchen Folgen?

Welchen Einfluss nimmt diese rasant wachsende Branche auf die Politik? Wie können Regulierungen in Zukunft aussehen? Welche Rolle spielen zukünftig Universitäten und Forschungsinstitute, die sich in Deutschland lange von Rüstung fern gehalten haben?

Wie verändert die neue Ausrüstung unsere Gesellschaft?

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